Love Scam und Liebesbetrug: Ansprüche prüfen, Zahlungswege verfolgen

Erst die Beziehung, dann die „einmalige Anlagechance“ — und jetzt ist das Geld weg? Wir verfolgen die Zahlungswege und prüfen Ihre Ansprüche.

Fall kostenlos prüfen lassen — in 3 Schritten

Wie hoch ist Ihr Schaden ungefähr?

Nur zur Einordnung — eine grobe Angabe genügt.

Was ist passiert?

Wählen Sie, was am ehesten zutrifft.

Wie erreichen wir Sie?

Wir melden uns mit einer ersten Einschätzung. Kein Newsletter, keine Weitergabe.

Ein paar Stichpunkte genügen fürs Erste.

Sie müssen sich vor uns nicht rechtfertigen. Diese Masche wird von organisierten Gruppen betrieben und trifft Menschen jeden Alters und jeder Bildung.

  • Keine Erfolgsgarantie
  • Keine Kaltakquise
  • Transparente Kosten
  • Vertraulich & DSGVO-konform

Geld zurück nach einem Love Scam — ist das möglich?

Kurz beantwortet

Das hängt davon ab, wie Sie gezahlt haben, nicht daran, wie der Kontakt entstanden ist. Eine SEPA-Überweisung landet auf einem Empfängerkonto bei einem identifizierbaren Institut, eine Kartenzahlung bei einem regulierten Acquirer, ein Krypto-Transfer meist auf einer Börse mit Kundenidentifizierung — das sind reale Stellen, an denen sich rechtlich ansetzen lässt. Entscheidend ist Geschwindigkeit: Je früher Sicherungsmaßnahmen ansetzen, desto eher lassen sich Vermögenswerte greifen.

Dass Sie der Person vertraut haben, ist rechtlich kein Nachteil — der Vertrauensaufbau ist genau das, was den Vorgang zum Betrug macht. Pauschale Zusagen zum Ausgang wären trotzdem unseriös; was in Ihrem Fall trägt, klären wir konkret.

Das Muster

Wie ein Love Scam abläuft

Der Ablauf ist standardisiert, oft nach Skript und arbeitsteilig organisiert. Wer ihn kennt, erkennt auch, an welcher Stelle rechtlich angesetzt werden kann.

Der Kontakt

Eine Nachricht auf einer Dating-App, bei Instagram oder scheinbar versehentlich per WhatsApp. Das Profil wirkt echt, oft mit gestohlenen Fotos einer realen Person.

Die Beziehung

Wochen oder Monate täglicher Kontakt, echte Zuwendung, geteilte Pläne. In dieser Phase wird kein Geld verlangt — sie ist der eigentliche Aufwand der Täter.

Die Anlagechance

Beiläufig fällt die Rede auf eine „private“ Krypto- oder Trading-Plattform. Eine kleine Einzahlung wirft scheinbar Gewinn ab, eine erste Auszahlung funktioniert sogar.

Das Mästen

Die Beträge steigen, das angezeigte Depot wächst. „Pig Butchering“ ist der Name der Täter für genau diese Phase — das Opfer wird gemästet, bevor es geschlachtet wird.

Die Sperre

Bei der großen Auszahlung erscheinen Gebühren, „Steuern“ oder Compliance-Auflagen. Jede Zahlung soll die letzte sein. Danach bricht der Kontakt ab.

Worauf es ankommt

Nicht die Person ist der Ansatzpunkt, sondern das Geld

Rechtliche Grundlagen

Auf welcher Grundlage sich Ansprüche geltend machen lassen

Dass der Kontakt über eine Dating-App entstanden ist, ändert an der Rechtslage nichts: Betrug bleibt Betrug, unerlaubte Finanzgeschäfte bleiben unerlaubt. Welche der folgenden Grundlagen in Ihrem Fall trägt, hängt von den Fakten ab.

§ 263 StGB — Betrug

Der Aufbau der Beziehung ist Teil der Täuschung, nicht ein privater Umstand daneben. Das Ermittlungsverfahren eröffnet Auskünfte und Sicherungsmaßnahmen, die zivilrechtlich allein nicht erreichbar sind.

§ 823 Abs. 2 BGB — Schadensersatz

Wer ein Schutzgesetz verletzt — § 263 StGB oder die Erlaubnispflicht des § 32 KWG —, haftet auf Ersatz. Das trifft auch Plattformbetreiber und Zahlungsvermittler, die das System tragen.

§ 826 BGB — Sittenwidrige Schädigung

Erfasst die Hintermänner und Beteiligten, die das Betrugssystem bewusst unterstützt haben, auch wenn sie mit Ihnen nie geschrieben haben.

§ 32 KWG — Fehlende Erlaubnis

Die „Plattform“ aus dem Chat hat in aller Regel keine BaFin-Erlaubnis. Das ist ein eigenständiger Anknüpfungspunkt für die Haftung — unabhängig davon, wie der Kontakt entstanden ist.

§ 406e StPO — Akteneinsicht

Als Vertreter der Verletzten erhalten wir Einsicht in die Ermittlungsakte — häufig die einzige Quelle für Empfängerkonten, KYC-Daten von Börsen und identifizierte Beteiligte.

§§ 675u, 675v BGB — Zahlungsdiensterecht

Bei nicht autorisierten oder manipulierten Zahlungsvorgängen kommen Ansprüche gegen die Zahlungsdienstleister in Betracht. Ob das trägt, hängt vom konkreten Zahlungsweg ab.

Unser Vorgehen

So gehen wir für Sie vor

  1. 01

    Kostenlose Ersteinschätzung

    Sie schildern, was passiert ist — in Stichpunkten genügt. Wir sichten Zahlungswege, Chatverläufe und Plattformnamen und sagen Ihnen offen, welche Schritte Aussicht haben und welche nicht.

  2. 02

    Zahlungswege rekonstruieren

    SEPA-Überweisung, Kreditkarte, Krypto-Transfer oder eine Kombination: Jeder Weg hat eigene Ansatzpunkte. Wir ordnen die Belege und bestimmen, wo das Geld regulierte Stellen berührt hat.

  3. 03

    Anzeige und Sicherung

    Wir bereiten eine fundierte Strafanzeige vor und regen frühzeitig Sicherungsmaßnahmen an — bei Ermittlungsbehörden, Banken, Zahlungsdienstleistern und Börsen.

  4. 04

    Ansprüche durchsetzen

    Gegen identifizierte Beteiligte, Plattformbetreiber und gegebenenfalls Zahlungsdienstleister — außergerichtlich und gerichtlich.

Ehrliche Einschätzung

Was wir Ihnen nicht versprechen können

Ob sich Vermögenswerte greifen lassen, entscheidet sich an der Geldspur — und die ist oft schon weitergelaufen. Niemand kann Ihnen die Rückzahlung zusagen. Wer nach einem Love Scam genau das verspricht, will Sie in aller Regel ein zweites Mal schädigen.

Keine Erfolgsgarantie
Seriöse Rechtsverfolgung kennt keine Garantien. Wir sagen Ihnen ehrlich, welche Schritte in Ihrem Fall Aussicht haben — und welche nicht.
Keine Kaltakquise
Wir kontaktieren Betroffene niemals unaufgefordert. Wer Sie ungefragt anruft und Rückholung verspricht, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst Betrüger.
Transparente Kosten
Vergütung nach klaren Grundsätzen (RVG bzw. Vereinbarung), vorab erläutert. Keine versteckten Vorabgebühren.
Vertraulich & DSGVO-konform
Ihre Angaben werden vertraulich behandelt und ausschließlich in der EU verarbeitet.

Warnung: So erkennen Sie Recovery-Scams

Häufige Fragen

Love Scam & Liebesbetrug — häufige Fragen

Was ist ein Love Scam und was hat Pig Butchering damit zu tun?

Beim Love Scam bauen Täter über Wochen oder Monate eine Liebes- oder Freundschaftsbeziehung auf und nutzen das entstandene Vertrauen für finanzielle Forderungen. „Pig Butchering“ (wörtlich: Schweinemast) ist der Begriff für die Variante, bei der das Vertrauen gezielt in eine angebliche Krypto- oder Trading-Anlage überführt wird: Erst wird das Opfer über Monate „gemästet“, indem es steigende Beträge einzahlt und im Depot wachsende Gewinne sieht, dann wird die Auszahlung verweigert. Beides sind Betrugsformen im Sinne des § 263 StGB — der Beziehungsaufbau ist Teil der Täuschung.

Ich schäme mich. Muss ich Ihnen alles erzählen?

Sie müssen sich vor uns nicht rechtfertigen. Für die rechtliche Prüfung brauchen wir vor allem die Zahlungswege und die Plattformnamen; wie viel Sie über die persönliche Seite schreiben, entscheiden Sie. Nach unserer Erfahrung hilft der Chatverlauf allerdings oft, weil er den Ablauf und die Zusagen der Täter dokumentiert. Was Sie uns anvertrauen, unterliegt der anwaltlichen Verschwiegenheitspflicht.

Ich habe per Überweisung gezahlt, nicht mit Krypto — hilft das?

Häufig ja, und es ist eher der günstigere Ausgangspunkt. Eine SEPA-Überweisung landet auf einem Empfängerkonto bei einem identifizierbaren Institut; das ist ein greifbarer Anknüpfungspunkt, den eine Kryptozahlung so nicht bietet. Bei Kreditkartenzahlungen kommen je nach Ablauf zusätzliche Wege in Betracht. Viele Betroffene haben beides genutzt — dann prüfen wir beide Stränge.

Die Person existiert wahrscheinlich gar nicht. Bringt eine Anzeige dann etwas?

Das Profilbild gehört fast immer einer unbeteiligten Person, und der Name ist erfunden. Rechtlich ansetzen lässt sich trotzdem — nicht an der erfundenen Identität, sondern an der Geldspur: Empfängerkonten, Plattformbetreiber, Zahlungsdienstleister und Börsen sind reale, regulierte Stellen. Genau dort setzen Ermittlungsverfahren und Akteneinsicht an. Eine Erfolgsgarantie ist das nicht, aber es ist der Weg, der überhaupt eine Chance hat.

Wie schnell muss ich handeln?

So schnell wie möglich. Solange Gelder auf einem Empfängerkonto oder einer Börse mit Kundenidentifizierung liegen, besteht die Chance auf Sicherung; nach der Weiterleitung wird es deutlich schwerer. Daneben gilt die regelmäßige Verjährung von drei Jahren (§§ 195, 199 BGB) — das praktische Zeitfenster ist aber meist erheblich kürzer als die Verjährungsfrist.

Was kostet die anwaltliche Hilfe?

Die Ersteinschätzung ist kostenlos und unverbindlich. Danach rechnen wir nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) oder auf Basis einer vorab besprochenen Vergütungsvereinbarung ab; die gesetzlichen Beträge sind auf unserer Kostenseite als Tabelle nachzulesen. Eine bestehende Rechtsschutzversicherung prüfen wir auf Deckung. Von Anbietern, die Vorkasse für eine angebliche Rückholung verlangen, raten wir dringend ab.

Kostenlose Ersteinschätzung

Fall schildern — kostenlose Ersteinschätzung

Stichpunkte genügen. Sie erhalten eine Einschätzung, welche Schritte in Ihrem Fall in Betracht kommen — kostenlos und unverbindlich.

Kostenlos und unverbindlich. Kosten entstehen erst, wenn Sie uns danach ausdrücklich beauftragen — die Vergütung nach RVG oder Vergütungsvereinbarung besprechen wir vorab. Eine bestehende Rechtsschutzversicherung prüfen wir für Sie.

Für wen wir tätig werden können

Wir sind in Deutschland als Rechtsanwälte zugelassen und arbeiten nach deutschem Recht. In der Regel können wir helfen, wenn mindestens eines zutrifft: Sie leben in Deutschland, Sie haben von einem Bank- oder Handelskonto in Deutschland oder der EU gezahlt, oder eine beteiligte Firma, Bank oder ein Zahlungsdienstleister sitzt hier. Für Betroffene aus Österreich oder der Schweiz können wir tätig werden, wenn der Fall einen Bezug nach Deutschland oder in die EU hat — etwa eine hier ansässige Bank, ein Zahlungsdienstleister oder ein Beteiligter. Trifft nichts davon zu, schreiben Sie es einfach dazu — wir sagen Ihnen offen, ob wir tätig werden können.

Felder mit * sind Pflichtangaben. Stichpunkte genügen — Sie müssen nichts vollständig oder juristisch formulieren. Unterlagen können Sie später nachreichen; wichtig ist nur, dass Sie nichts löschen.

Stichpunkte reichen. Hilfreich sind: Wie kam der Kontakt zustande? Auf welche Plattform haben Sie eingezahlt? Welche Beträge, welcher Zeitraum? Gab es Forderungen nach „Steuern“ oder „Gebühren“ vor einer Auszahlung?

Verschlüsselte Übertragung (HTTPS). Keine Weitergabe an Dritte.

Ihr nächster Schritt

Lassen Sie Ihren Fall kostenlos einordnen

Der Name der Plattform und Ihre Zahlungsbelege genügen für den Anfang. Wir sagen Ihnen, wo sich rechtlich ansetzen lässt — und wo nicht.

Kostenlos und unverbindlich. Kosten entstehen erst, wenn Sie uns danach ausdrücklich beauftragen — die Vergütung nach RVG oder Vergütungsvereinbarung besprechen wir vorab. Eine bestehende Rechtsschutzversicherung prüfen wir für Sie.

Keine Erfolgsgarantie — dafür eine klare Einschätzung. Keine Weitergabe Ihrer Daten, Verarbeitung ausschließlich in der EU.

  1. 01Sie schildern Ihren Fall — online oder telefonisch
  2. 02Wir melden uns zeitnah bei Ihnen zurück
  3. 03Sie erhalten eine Ersteinschätzung — kostenlos und unverbindlich
Kostenlose Ersteinschätzung